Bergbau-Wanderwege

Bergbauwandern in SprockhövelSprockhövel, Wiege des Bergbaues
Eine Wiege des Steinkohlenbergbaus im Ruhrgebiet stand im Raum Sprockhövel. Hier treten die Flöze zutage; die Steinkohle konnte leicht aufgefunden werden. In der reizvollen Hügellandschaft Sprockhövels erleben Sie auf erholsame und anschauliche Weise mehr als 400 Jahre Bergbaugeschichte. Trotz aller Wandlungen und Entwicklungen hat diese alte Bergbauregion eine liebenswerte Ursprünglichkeit bewahrt
.

1.   Deutschlandweg 
mit GPS-Daten

2. Alte Haase Weg Nord

3. Alte Haase Weg Süd
mit GPS-Daten NEU

4. Herzkamper-Mulde-Weg
mit GPS-Daten

5. Pleßbachweg
mit GPS-Daten

Pleßbachweg
Eröffnung am 29.10.2005

       6. GPS Wanderung

 

7. Kleine Geschichte des Bergbaus in Sprockhövel-Gennebreck

Die Wanderführer sind zu erhalten:
1. in unserer Heimatstube
2. im Bürgerbüro Haßlinghausen
3. beim Verkehrsverein im alten Amtshaus in Niedersprockhövel
4. bei Klaus Leyhe Tel: 02324 / 7 17 15  siehe auch     Kontakt

Die Einflüsse früherer Besiedlung auf die heutige Bebauung.
ein Artikel von K.Leyhe

>> mehr >>   

 

Achtung, endgültige Wegänderung !!!, die durch die Sturmschäden im Bereich
des Deutschlandweges nötig geworden ist.                                           Wegänderung.pdf
                                                                     Nov. 2008

Der Deutschland-Weg als GPS - Track
zum Herunterladen für Google-Earth und Garmin:

Deutschlandweg.kmz                                                             Deutschlandweg.gdb
                                                      
März 2009

Der Deutschland-Weg Der Deutschlandweg
Der Deutschlandweg ist ca. 9 km lang. Er kann aber auch abgekürzt werden. Auf insgesamt 30 bergbau- historische Objekte wird im Gelände hingewiesen. 11 Objekte werden auf Informationstafeln erklärt, die anderen sind mit einer Nummer versehen; hier gibt der Wanderführer Auskunft.

Der Deutschlandweg hat seinen Namen von dem 1871 gegründeten Bergwerk Deutschland, das schließlich alle Zechen im Raum Haßlinghausen in Besitz hatte. Von den ersten Berichten (um 1643) bis zur Stillegung der Zeche Deutschland 1925 wurde hier Bergbau auf Kohle und Eisenerz betrieben. Die Euphorie der industriellen Revolution hat hier in der Gründung der Haßlinghauser Eisenhütte ein markantes Beispiel gegeben.

Der Weg führt im wesentlichen durch den Stadtteil Haßlinghausen, berührt aber auch die Ortsteile Hiddinghausen und Obersprockhövel. Er verknüpft die "Wittener Kohlenstraße", Feld-, Wald- und Wanderwege sowie Nebenstraßen.        Lochstein am Wegesrand
Dabei entdecken Sie Pingen (Einsturztrichter), Halden und Schächte, Schacht- und Hüttenanlagen sowie Bergmannskotten und das Haus "Kuxenwilm", eines Bergwerksbesitzers, sind zu sehen.
Einsame Waldtäler, Waldwege und schöne Blicke in das Pleßbachtal runden die Eindrücke ab.
                                                                        
hier ein
                                                                         Lochstein
Gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen und von AVU, Aktiengesellschaft für Versorgungsunternehmen, Gevelsberg. Die Ausschilderung des Weges erfolgte unter Mithilfe des Heimat- und Geschichtsvereins Sprockhövel e. V., der auch an der Ausarbeitung des Gesamtkonzeptes Bergbauwanderwege in Sprockhövel beteiligt ist.
© 2. Auflage 1997

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Die Alte-Haase-Wege - hier Nord Der Alte-Haase Weg Nord
Der Alte Haase Weg Nord ist ca. 8,5 km lang. Auch er kann abgekürzt werden. Auf insgesamt 12 Objekte wird auf den Wegen und in den Wanderführern hingewiesen, einige von ihnen werden auf gesonderten Informationstafeln näher erläutert.

Die beiden Alte-Haase-Wege haben ihren Namen von der größten und letzten Zeche auf Sprockhöveler Gebiet, Alte Haase, deren Ursprünge bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen. Malakoffturm der Zeche Alte Haase

Der Nord-Weg führt über die alte Zeche Alte Haase zum Stollenmundloch Edeltraud. Hier kann man im Gelände vom ersten Schürfen der Bauern bis zu den gebrochenen Schächten des Stollenbaues, die Entwicklung des historischen Bergbaues erkennen. Neben Schachtgebäuden, Stolleneingängen, Pingen und alten Schächten sehen Sie auch viele Objekte, die mittelbar mit dem Bergbau zusammenhängen: eisenhaltiges Wasser                                                  
Malakowturm                                             Alte Haase
   Bergmännische Versammlungslokale, Wohnhäuser von Bergleuten und Grubenbeamten sowie Gewerkengehöfte. Nach dem Krieg betriebene Kleinzechen, eine Mühle und Betriebe der Bergbauzulieferindustrie sind sichtbar. Beinahe auf Schritt und Tritt erfahren Sie die enge Verbindung der Geschichte Sprockhövels mit dem Bergbau.
Das eisenhaltige Wasser
der Zeche Alte Haase fließt
durch den Edeltrauterbstollen ab.

Dieser Bergbauhistorische Wanderführer wurde durch die VEW Energie AG und die Sparkasse Sprockhövel gefördert.

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Der Alte-Haase-Weg Süd als GPS - Track
zum Herunterladen für Google-Earth und Garmin:

Alte-Haase-Weg-Süd.kmz                                                   Alte-Haase-Weg-Süd.gdb
                                                      
November 2009

Die Alte-Haase-Wege - hier Süd Der Alte-Haase Weg Süd
Der Alte Haase Weg Süd ist ca. 9,5 km lang. Auf insgesamt 20 Objekte wird auf den Wegen und in den Wanderführern hingewiesen, einige von ihnen werden auf gesonderten Informationstafeln näher erläutert.

Der Nord - Weg führt uns in ein besonders landschaftlich schönes Gebiet.In diesem Bereich baute die Zeche Alte Haase in ihrer letzten Phase die Kohlen ab.Wir finden aber auch Spuren von Kleinzechen (die nach dem 2. Weltkrieg bauten) und die Spuren alter Gruben. Besonders eindrucksvoll ist die Zechenwüstung der Zeche Frosch, wo eine alte Grube von der Alten Haase unterbaut wurde. die Kohle kommt zu Tage Die Sprockhöveler Bergbau-Zuliefererindustrie wird ebenfalls an einzelnen Relikten gewürdigt.

Der Weg endet an der Heimatstube.

                 Die Kohle färbt den frischen Acker.
 

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Der Herzkämper-Mulde-Weg als GPS-Track

Zum Herunterladen, die Legende / Wegbeschreibung mit Bildern und die GPS-Daten:

Legende / Wegbeschreibung 1.900 kB .pdf

Herzkämper Mulde Weg .kmz                             Herzkämper Mulde Weg .gdb

Der Herzkämper-Mulde-WegDer Herzkämper-Mulde-Weg
Der Herzkamper Mulde Weg führt uns über 8,5 km in den tiefen Süden des Ruhrkarbons. Auch dieser Weg ist landschaftlich sehr schön. Erbstollenbetrieb, Göpelförderung, Kohleneisenstein-Gewinnung und mittelalterliche Verhüttung sind Schwerpunkte auf diesem Weg. Besonders erwähnenswert ist das alte Gehöft Fahrentrappe (834 erstmals genannt) und die Museumsscheune am alten Weiler in Schee.Schacht Amalis









 
©1. Auflage 2000                           Tafel mit Beschreibung
                                                   des Schachtes Amalia

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Der Pleßbachweg als  GPS-Track von Wolf-Christian König 06.05.09

Plessbachweg.kml -  Google-Datei
Plessbachweg.gdb -  Garmin-Datei
Plessbachweg.gpx -  Herstellerunabhängiges Format als ZIP-Datei

Der Pleßbachweg                                  Eröffnung 11/2005 und Wegbeschreibung
Wanderkarte PleßbachwegDer 5. Bergbauwanderweg liegt im Osten Sprockhövels. Er führt über die Hohe Egge mit den Resten der Zeche Schelle und Haberbank. Von dort queren wir die Autobahn gehen nach rechts am alten Hammerwerk Krüner vorbei, zur Zeche Barmen. Die ist relativ jung und es gibt noch einiges zu sehen. Nun müssen wir umkehren und folgen der alten Kleinbahntrassse an der Rösche der Zeche Harmonie und am Steinbruch Rösche der Grube Harmonie 1760 - 1869von Pickhardt vorbei bis zur Zeche Elisabethenglück mit den Resten der Verladung und der alten Ruine imWald. Weiter geht es an der Zeche Tinsbank vorbei über die Brücke zum Schleifkotten Nippus. Deutlich sind hier die Reste alter Wasserbauwerke im Gelände zu erkennen. Der Weg geht nun unter der Autobahn hindurch in den Eicklöhken hinein mit den Resten der alten Missgunst. Über den Pottmagweg der Pleßbach geht es wieder in die Hohe Egge zum Startpunkt. Historischer Bergbau, Ausnutzung der Wasserkraft, Brücken , altes Handwerk und die alte Bahnlinie geben in einer schönen Landschaft diesem Weg das Gepräge und lassen das Auf und Ab nicht zur Last werden.


© Klaus Leyhe Jan 2004

 

 

Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V. Arbeitskreis Sprockhövel
Unterstützt vom Heimat- und Geschichtsverein Sprockhövel e. V.
Unter Mitwirkung der Stadtverwaltungen der Städte Sprockhövel und Witten, der Nordrhein-Westfalen-Stiftung und des Kommunalverbandes Ruhrgebiet

Schlussbemerkung zum Wanderführer ,,Pleßbachweg" Dieser Wanderführer fand anerkennende Unterstützung durch den Ennepe-Ruhr-Kreis und durch den Kreisheimatbund. Einen stattlichen Druckkostenzuschuss leisteten die Sparkasse Sprockhövel und die AVU.

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Wanderweg für GPS Wanderer

Wanderung über das Grubenfeld der Grube Harmonie ( 1760 -1873)

Der Arbeitskreis Sprockhövel stellt hier eine neue Art des Bergbauwanderns vor. Suchen und
Finden, teilweise weglos, ist eine neue Form des Erlebens. Wir leiten Sie durch Skizzen und
Bilder zu den Resten der alten Grube „ Harmonie“. Sie baute das Flöz Hauptflöz ab.

Der Weg beginnt an der Strasse, die vom Scheideweg nach Durchholz führt.
Wir wandern bergab bis zur Rösche im Plessbachtal.

Die Wegbeschreibung “ GPS_Wanderung_Grubenfeld_Harmonie ” zum Herunterladen:
Wegbeschreibung.pdf 1,3 MB -  in besserer Auflösung - Wegbeschreibung_gr.pdf 2,7 MB

Nach Rückfrage bei den GeoCachern und im GeoCacher-Forum haben diese einen vorläufigen Track erstellt, der ebenfalls zum Download bereitsteht. Die .kml Datei kann mit Google Earth geöffnet werden.
Die .zip Datei muss entpackt werden und ergibt dann eine .gpx Datei, die von der Google Earth und einigen GPS-Geräten gelesen werden kann.
 
Track als   Bergbauwanderweg.kml        
Track als   Bergbauwanderweg.zip         bitte rechte Maustaste und “Ziel speichern unter”
  
Weitere Konvertierungen auf   GPS Visualizer   möglich
 
Wir würden uns freuen, wenn wir entsprechende Rückmeldungen über die Wanderung per e-mail an  GeoCacher@hgv-sprockhoevel.de oder als Eintrag in unser  Gästebuch bekommen würden!

 

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Kleine Geschichte des Bergbaus in Sprockhövel-Gennebreck
Hier im "tiefen Süden" des Ruhrgebietes bilden die Kohlenflöze der ältesten Schichten - der Magerkohle - ein Kohlental, die sogenannte "Herzkämper Mulde", die sich bis nach Horath im Westen erstreckt, während sich im Wuppertaler Gebiet unter dem Mutterboden die älteren Schichten des Devon befinden. Die Herzkämper Mulde hebt sich nach Südwesten heraus. Von der Kirche aus konnten nur noch das unterste Flöz Dreckbank und Eisenstein gebaut werden. Nach Nordosten ist von hier aus das wichtigste Flöz unseres Gebietes, das "Hauptflöz"; bauwürdig. Es war das sauberste Flöz: ohne Steine und mit wenig Schwefel. In diesem Bereich liegt das Bergwerksfeld des Bergwerks "Sieper und Mühler Gruben", deren Anfänge in das 17. Jahrhundert zurückreichen. Als die Grubenfelder verliehen wurden, war der geologische Zusammenhang von Nord- und Südflügel der Mulde wohl noch nicht erkannt. So hießen die beiden Flügel von Flöz Dreckbank Hohe Bank und Oberste Bank und die von Flöz Hauptflöz hießen Mühler Bank und Hütter Bank.
Die Kohlenvorräte im Raum Sprockhövel waren vergleichsweise gering. Aber der ursprünglich einfache Abbau und vor allem die Nachfrage des bergischen Eisen- und Textilgewerbes nach Steinkohle machten hier den Steinkohlenbergbau und -transport zu prägenden Wirtschaftszweigen. Es waren die grundbesitzenden Bauern, die auf ihrem Land die Als schwarze Streifen erscheinenden Flöze entdeckten und mit ihren Familien und Nachbarn als "Gewerken" die Kohle abbauten und verkauften. Zuerst wurden die besten Flözstücke abgebaut, aus d.enen die Kohle mit dem geringsten Aufwand gewonnen werden konnte. Doch ist auch schon im 16. Jahrhundert für unsere Gegend der Abbau der Steinkohle aus Stollen und die Anlage von Erbstollen zum Ableiten des Grubenwassers aktenkundig und weist auf hohe technische Fertigkeiten in dieser frühen Zeit hin. Es überwog jedoch der einfache, kurzfristige und oberflächennahe Abbau, der zu verbrochenen Gebirgsschichten und Standwassereinbrüchen führte und den späteren Abbau erschwerte. Erst die Bergordnungen von 1737 und 1766 schufen die gesetzliche Grundlage zum planmäßigen Abbau. Die Gewerken Johann Siepermann und Engel zur Mühlen (Sieper und Mühler Gruben) betrieben auf ihren etwa 5000 Meter langen Grubenfeldern zu dieser Zeit den Abbau geordnet und systematisch und wurden von der Bergbehörde dafür gelobt. Das Verhältnis zwischen den Gewerken und der staatlichen Aufsicht war vor allem im 18. Jahrhundert jedoch mehr von Konflikten geprägt: Der Staat versuchte, Kontrolle über den Bergbau zu erlangen und die Entscheidungsfreiheit der Eigentümer wesentlich zu beschneiden. Häufig widersetzten sich die Gewerken den staatlichen Vorschriften und Gesetzen und scheuten auch vor Prozessen bis zum höchsten Gericht in Berlin nicht zurück. Dieses Selbstbewußtsein war durchaus berechtigt: Im .18. Jahrhundert zählten die Zechen im Raum Gennebreck/ Haßlinghausen zu den größten in der Grafschaft Mark. Nach Aussagen des Bergmeisters Julius Philipp Heintzmann um 1770 war das Bergwerk Sieper und Mühler "unstreitig das importanteste in der ganzen Graffschaft Marck". Als große Zechen galten damals Betriebe, die mehr als zehn Bergleute beschäftigten. So war 1782 die Zahl von 68 Bergleuten in Gennebreck schon gewaltig.
Schwindende Vorräte, günstigere und reichhaltigere Lagerstätten nördlich der Ruhr und Standortnachteile durch den späten Eisenbahnbau in dieser Gegend benachteiligten den Bergbau im Raum Sprockhövel seit Beginn der Industrialisierung zunehmend. 1889 schlossen sich die Bergwerke im Raum Gennebreck zur Gewerkschaft Herzkämper Mulde zusammen, die 1898 mit den Stock und Scherenberger Gruben und 1903 mit der Gewerkschaft Deutschland konsolidierte. Von einem kurzen Wiederaufleben nach dem Zweiten Weltkrieg abgesehen, wurde im Raum Gennebreck der Bergbau auf Kohle nach dem Ersten Weltkrieg eingestellt.

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