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Park am Malakowturm

Die Eröffnung des Parks am 21. Mai 2000 sollte der Start zu einem lebendigen Gesamtkonzept "Industrie- und Kulturpark"werden.
"Die Stadt blickt auf über 500 Jahre Bergbauvergangenheit zurück. Die Menschen, die Wirtschaft und die Umwelt sind nachhaltig durch die bergbauliche Vergangenheit geprägt. Bis in die jüngste Zeit war die Bergbauzulieferindustrie das bedeutendste Rückgrat der Sprockhöveler Wirtschaft.
Mit dem Industrie- und Kulturpark erfüllt sich das langjährige Anliegen, die industrie- und bergbaugeschichtliche Vergangenheit Sprockhövels anhand von Produktbeispielen und Exponaten zu dokumentieren und den Bürgerinnen und Bürgern öffentlich zugänglich zu machen. An dieser Stelle herzlichen Dank dem Heimat- und Geschichtsverein für sein Engagement zur Beschaffung der Bergbauexponate.”
Zitat aus dem Vorwort der Festschrift zur Eröffnung des Industrie- und Kulturparkes Sprockhövel von Herrn Bürgermeister Paul Gerhard Flasdieck im Mai 2000.

Der Dampfhammer wurde im Jahr 1908 von der Firma Brinkmann in Witten hergestellt. Ein vergleichbarer Dampfhammer befand sich in der Zeche Alte Haase. Er diente zur Herstellung von Schmiedestücken, wie diese für den Betrieb in der Zeche notwendig waren.


Das Lüfterrad der Firma Turmag (1920 bis 1993)
Die Firma Turmag baute Pumpen, Hochdruckpumpen, Bohrmaschinen und diese verstellbaren Doppelaxial-Grubenlüfter. Diese Lüfter waren wesentlich kleiner als einfache Radiallüfter und konnten deshalb unter Tage eingebaut werden.
Ferner konnte man diesen Lüfter durch zentrales Verstellen der Schaufelräder an wechselnde Bedingungen anpassen. Dadurch wurden diese Lüfter wirtschaftlicher betrieben als andere Modelle, die man nur durch Drosseln oder durch Beipässe steuern konnte. Dieses Rad hatte eine Leistung von 1700 kW und konnte bis 22.000 cbm je Minute fördern.



Der Senklader (Fa. Hausherr & Söhne)
Wenn die Bergwerke über 800 m tief sind, verhält sich das Gebirge plastisch und es kann vorkommen, daß der Boden (die Sohle) aufbricht und quillt.Hier leistet der Senklader gute Dienste. Er löst mit seiner aktivierten Schaufel die Steine (Berge) und füllt sie ohne Kippen und Kanten auf einen Gurtförderer oder in Wagen. Hydraulisch schiebt er sich in das Haufwerk und genauso drückt der Schieber hinten in der Schaufel den Inhalt heraus. Dadurch wird der Platzbedarf bei der Arbeit drastisch reduziert. In engen Räumen ein ganz wesentlicher Vorteil.


Die Grubenwagen
Sie erfüllen neben den Transportaufgaben noch die Rolle eines fahrbaren Bunkers. Alte Haase hatte bei einer Förderung von 1200 Wagen je Tag etwa 2000 Stück. Kipploren sind in der Grube nicht betriebssicher genug. Sie werfen ihr Oberteil beim Entgleisen ab.

 



Der Abteufkübel
Abteufen ist der Fachausdruck für das Vertiefen der Schächte. Hierzu brauchte man diesen Kübel. Bis 1955 wurden sie nach dem Sprengen mit Schaufeln beladen. Später hatte man einen Bagger an einem zweiten Seil, der diese schwere Arbeit verrichtete. Wenn der Kübel zu Tage gezogen war, verschloß man den Schacht mit einer Klappe und kippte den Inhalt in einen Bunker. Mannschaft, Material, Ziegelsteine und Mörtel wurden ebenfalls damit gefördert.



Grubenfahrrad
In einer großen Grube mit weit verzweigtem Streckennetz kann nicht an jeder Stelle ein Elektriker, ein Schlosser, ein Wettermann (Wetter = Luft), ein Sanitäter oder ein Sprengmeister stehen.
Diese Leute müssen schnell zur Stelle sein, wenn sie gebraucht werden. Hierbei ist das Grubenfahrrad ein unverzichtbares Hilfsmittel .



Die Seilscheiben
Diese Seilscheiben der ehemaligen Zeche Blankenburg lenkten im Förderturm die Seile von der Fördermaschine in den Schacht um. Der Durchmesser der Seilscheibe mußte zur Vermeidung von Drahtbrüchen 200 x Seildurchmesser betragen.



 Der Haspel (Fa. Düsterloh)

Der Haspel erlaubt in der Nähe des Einsatzortes jegliche Zugarbeit. Er zieht Wagen unter die Ladestelle oder am Schacht. Er zieht Material in engen Räumen hoch oder läßt es hinunter. Man kann mit besonderen Typen auch den Ausbau rauben (herausreißen) und später wieder verwenden. Er ist einer der ältesten bergmännischen Maschinen.

 




Feinkohle war früher unverkäuftlich. Das Trennen von Kohle und Gestein wird bei fallender Korngröße immer kostenintensiver. Man vermischte deshalb die rohe Feinkohle mit 5 % Teer und preßte das Gemisch zwischen zwei Walzen (Brikettierringe). Produkt waren die allseits beliebten Eierkohlen. Der Aschegehalt war mit 30 % wesentlich höher als der der Nußkohlen, die nur 8 % Asche besaßen.

 




Die Gießpfannen stammen aus der Eisengießerei Ernst Koch und aus der Gießerei Hammertal.Es sind feuerfest ausgekleidete Gefäße zum Transport des flüssigen Eisens innerhalb der Gießerei und zum Vergießen in die fertigen Formen.