Am 25. Juni fand nun endlich die Verleihung des Heimatpreises statt, auf die die Kinder der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule nun schon so lange gewartet hatten. Hier nun Auszüge aus dem Bewerbungsschreiben an die Stadt aus dem letzten Jahr:

Die Kooperation besteht seit 2018. Angeregt von Herrn Schaden, der Lehrer an der Schule und Vereinsmitglied ist, haben wir in den letzten beiden Jahren zwei besondere Projekte realisiert. Ziel war und ist es, ältere und junge Menschen zusammenzuführen, um die Tradition, das Brauchtum und das regionale Erbe zu erleben und zu bewahren. Damit möchten wir Kindern und Jugendlichen zeigen, wie wichtig für viele Menschen lokale Identität und Verwurzelung früher waren und heute noch sind.

Das erste Projekt fand im Sommer 2019 statt. Die damalige Klasse 5c von Herrn Schaden lernte die Heimatstube und ihre Mitglieder kennen und sammelte vor Ort Eindrücke.
Danach besuchten einige Wochen lang verschiedene Mitglieder des Vereins die damalige Klasse 5c freitagnachmittags im Unterricht und entwarfen und realisierten mit den Kindern ein Plakat mit dem Ziel, aus Sicht der Kinder, Werbung für den Heimatverein zu machen. Das Ergebnis sehen Sie auf den beiliegenden Bildern. Das Plakat hängen wir seitdem bei jeder Gelegenheit auf und halten es in Ehren.
Die endgültige Fertigstellung und Präsentation des Plakates fand dann an einem wunderbaren Sommertag in der Heimatstube statt, bei dem wir mit Mitgliedern und den Kindern grillten, sangen und einige schöne Stunden verbrachten.

Ermutigt durch diesen Erfolg und das Interesse der Kinder, wollten wir in diesem Jahr etwas Neues machen. Mit viel Vorbereitung einer Gruppe aktiver Mitglieder haben wir die alten Exponate der Heimatstube auf Sicherheit und Funktionsfähigkeit überprüft und diejenigen ausgesucht, mit denen wir die Arbeit in der „guten alten Zeit“ mit den Kindern optimal nachstellen wollten.

Am 10. März 2020, noch kurz vor dem Corona Lockdown, luden wir die jetzige Klasse 6c in die Heimatstube ein. Dort wurden etliche Geräte und Werkzeuge in kleinen Gruppen mit den Vereinsmitgliedern, die dann noch viele Geschichten dazu erzählten, ausprobiert.
Es wurde von Hand gebohrt und Sahne geschlagen, Gerste geröstet und gemahlen, Brot geschnitten, Äpfel gekocht und mit der Flotten Lotte zu Apfelmus verarbeitet, Waffelteig hergestellt und auf dem Herd mit einem alten speziellen Waffeleisen gebacken, gewogen, geschnitten und viel gesungen und am Ende alles aufgegessen. Die Schüler hatten so viel Spaß, dass sie gerne noch länger geblieben wären, weil es stets etwas Neues zu entdecken gab.

Am Verleihungstag hat sich unsere Bürgermeisterin Frau Noll es sich nicht nehmen lassen persönlich in die Schule zu kommen, um Vertretern des Heimatvereins und allen Kindern den Preis zu verleihen. Vorher wurde aber wie immer treditionell noch auf dem Schulhof das Steigerlied gesungen, dass die Kinder dank Herr Schaden alle von der ersten bis zur letzten Strophe auswendig können.
In der Klasse hat Frau Noll und Frau Görner als Vorsitzende der Jury dann mit netten Worten den Kindern erklärt, warum Heimat und solche Aktionen, die das Heimatgefühl stärken heutzutage so wichtig sind bevor Sie dann den Preis übergab.
Ein kleiner Teil des Preisgeldes in Höhe von 3.500 Euro wird nun für einen schönen Ausflug mit den Kindern der Klasse ins Bethaus nach Witten genutzt, wo alle Kinder noch wie in alten Zeiten schmieden dürfen. Der Rest des Geldes wird in die weitere Kooperation zwischen den dem Heimat- und Geschichtsverein und der Wilhelm-Kraft Gesamtschule gesteckt und wenn Corona nicht dazwischen gekommen wäre, hätte es schon ein neues Projekt gegeben.