Goldwaagen

In den Jahrzehnten etwa zwischen 1750 und 1840 hatten die Produkte der Sprockhöveler Schmiede europaweit einen guten Ruf. Sie stellten Fabrikate her, die in ihren Qualitätsansprüchen halbwegs zwischen den Erzeugnissen der Hufschmiede und denen der Gold- bzw. Silberschmiede standen. Den Goldschmieden am nächsten kamen die Goldwaagenhersteller. Sie fertigten für einen fast unbegrenzten Markt ihre Goldwaagen. […]

Blasebalg von 1823

In den vergangenen Jahrhunderten ist die Wirtschaft Sprockhövels durch Landwirtschaft, Steinkohlenbergbau und Eisengewinnung und -verarbeitung geprägt worden. Speziell Sprockhövels Schmiedehandwerk blühte um 1800 und produzierte weit über den eigenen Bedarf und den der benachbarten Region hinaus. Zu einer Schmiede gehörte neben Feuerstelle, Amboss und Werkzeug auch der Blasebalg, der das Schmiedefeuer auf richtige Temperatur brachte. […]

Bergbarte

Zu den Kostbarkeiten, die der Heimat- und Geschichtsverein in seiner Heimatstube birgt, zählen zweifellos die beiden Bergbarten. Sie stammen aus dem Erzgebirge. Ursprünglich war die Barte eine Waffe. Die wortgeschichtliche Verwandtschaft mit der Hellebarde bestätigt diese frühere Funktion. Speziell den Knappen im Silberbergbau von Harz und Erzgebirge erschien das Tragen von Waffen angeraten, denn das […]

Bügeleisen

  Plätten oder Bügeln, diejenige Arbeit, mittels deren man Geweben, insbesondere der Wäsche, durch Bestreichen mit der Bodenfläche eines erhitzten Metallkörpers, Plätteisen oder Bügeleisen, Glätte und Glanz verleiht“ – so umschreibt etwas umständlich Brockhaus‘ Konversations-Lexikon von 1898 eine zum Alltag speziell der weiblichen Mitglieder eines Haushalts gehörende Tätigkeit. Das Instrument dieser häuslichen Arbeit, das Bügeleisen, […]

Rad eines Grubenwagens

Das Rad eines Grubenhundes Die Erinnerung an die traditionsreiche Geschichte des Steinkohlenbergbaus in unserem Raum zählt zu den großen Aufgaben des Heimat- und Geschichtsvereins Sprockhövel. So kann er manches museale Objekt präsentieren, das diese Vergangenheit den nachwachsenden Generationen lebendig vor Augen führt. Eins der ältesten Stücke aus der Schatztruhe der Heimatstube ist das Rad eines […]

Dröppelmina

Die für das Bergische typische Wohn- und Lebenskultur griff über die traditionell durchlässige bergisch-märkische Grenze auch in unsere Region über. Am augenfälligsten ist das dem Bergischen Barock zugeordnete Fachwerk-Wohnhaus mit der typischen Schieferverkleidung, den weißgerahmten Fenstern, den grünen Schlagläden und der repräsentativen Haustür. Stark ins Alltags-, aber auch ins Festtagsleben einbezogen war das Hausgerät, vor […]

Streitaxt und Pochhammer

Die Heimatstube Sprockhövel dokumentiert vorrangig die drei Lebens- und Wirtschaftsbereiche Landwirtschaft, Bergbau und Schmiedehandwerk, die über Jahrhunderte hinweg den Alltag unserer Vorfahren bestimmten. Einige Ausstellungsobjekte weisen jedoch in eine sehr weit zurückliegende Zeit zurück. Das älteste Stück des kleinen Sprockhöveler Museums ist zweifellos eine nackengebogene Streitaxt, die nach sachkundigem Urteil aus der jüngeren Bronzezeit (1250 […]

Zunftlade

Unter den vielen Ausstellungsobjekten, über die die Heimatstube des Heimat- und Geschichtsvereins Sprockhövel e.V. verfügt, sind einige, die ihre eigene Geschichte haben. Dazu zählt eine Zunftlade, die eindeutig dem Bergbau zuzuweisen ist. Der ca. 70 x 45 x 45 cm große Kasten ruht auf vier abgeflachten Knauffüßen. Auf beiden Längsseiten findet sich je zweimal das […]

Wamsaape

In wilhelminischer Zeit bestimmte die zunächst zweijährige, später sogar dreijährige Wehrdienstzeit in tiefgreifender Weise das Leben der jungen Männer. Der Aufenthalt in der Kaserne war geprägt von Drill und Exerzieren, von Gehorsam (häufig Kadavergehorsam) gegenüber denVorgesetzten und von Erziehung in patriotischem Geist („Die Armee als Schule der Nation“). Manöver boten die Möglichkeit der Bestätigung der […]